Das Färben von Wolle mit Walnuss-Schalen.
Ein Versuch

Ein Walnussbaum gleich in um die Ecke am Spielplatz! Das hat mein Sohn ganz toll entdeckt und mir ein paar grüne Schalen gesammelt. Leider nur wenige, weil der Baum einfach die Schalen nicht abwerfen will. Obwohl die Nüsse schon reichlich fallen. Die geöffneten Schalen bleiben einfach am Baum hängen. Sowas!

Ich habe die paar Schalen dann aber trotzdem mit wenig Wasser zwei Tage eingeweicht. Das Wasser ist schön dunkelbraun geworden.
Ich habe gelesen, daß man für die Walnuss-Färbung keine Beize braucht. Denn angeblich enthalten die Schalen selber schon genug Beizstoffe. Man kann damit sogar kalt färben. Das musste ich natürlich ausprobieren.

Also habe ich einen Strang Wolle ungebeizt in das Färbebad getan und 24 Stunden eingeweicht.

 


Die Wolle hat etwas braune Farbe angenommen. Allerdings waren das dann wohl doch zu wenig Schalen. Die Farbe ist nach 24 Stunden sehr blass und ich befürchte, daß nach dem Auswaschen nicht mehr viel davon übrig sein wird.

Das Ergebnis direkt nach dem Färbebad. Die Wolle hängt nun zum Trocknen im Bad. Leider habe ich weder Garten noch Balkon. Schon kurz nach dem Ausdrücken und aufhängen verändert sich die Farbe durch die Sauerstoffeinwirkung in ein schönes Olivgrün. Bleibt aber leider nicht so. Die Wolle wird nach dem Trocknen eher beige.
Hier das Ergebnis nach dem Auswaschen und Trocknen.
Nächster Versuch...

Vielleicht geht es mit vorgebeizter Wolle und kochen doch besser? Ich erhitze das Ganze mit neuer, aber gebeizter Wolle im Kochtopf.

Eine Stunde lasse ich die Brühe köcheln. Dann muss alles langsam im Topf abkühlen. Ich bin gespannt. Allerdings habe ich nicht viel Hoffnung auf ein besseres Farbergebnis. Ich musste noch einen Liter Wasser hinzugießen und ich denke, daß die Farblösung schon recht dünn ist. Es waren einfach zu wenig Walnussschalen.

Nach einer Stunde köcheln sieht man doch ein wenig den Unterschied. Im Topf sieht die Wolle viel dunkler aus.

Hier oben die kaltgefärbte, ungebeizte Wolle und darunter die gekochte und vorgebeizte Wolle beim Trocknen. Sie ist aber nicht dunkler geworden. Sondern eher etwas gold-beige.

Alles in allem kann ich sagen, dass Walnussschalen ein super Färbemittel sind, bei denen man einfach und schnell zu einem Ergebnis kommen kann. Ich werde das sicher irgendwann noch einmal wiederholen - dann aber mit viel mehr grünen Schalen.

Herbst 2007 - ich habe von der lieben Sonja ganz viele frische Walnußschalen bekommen.
Damit kann ich jetzt endlich etwas anfangen!
Also die Schalen hatte ich über Nacht in heißes Wasser eingelegt. Dann habe ich sie am nächsten Tag aufgekocht und die ungebeizte Wolle dazugelegt.
Nach einer Stunde sieht die Wolle schön oliv-braun aus.
Aber das entwickelt sich dann an der Luft immer mehr zu einem satten schönen dunkelbraun.

Hier die Wolle nach dem Trocknen.
Daneben liegt eine Baumwollwindel, die ich auch im Färbetopf hatte. Ich wollte sehen, ob Walnuss auch Baumwolle oder Leinen einfärben kann. Ist aber sehr unschön geworden. Sieht aus, wie ein dreckiger Putzlappen.

Dafür ist die Wolle echt wunderschön geworden.

   
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