Teure Matratzen Marken

Kostspielige Matratzenmarken

selbst teure Lattenrostsysteme können die Liegeposition manchmal "verschlechtern". Die selbstgemachte Marke war die beste. In diesem Bereich konkurrieren zahlreiche Marken und Hersteller um die Gunst der Kunden. Es gibt viele Kooperationen mit Händlern und auch eine Neudefinition von Marken. Ist eine teure Matratze besser als eine billige Matratze?

Die Matratzenbörse oder das Kartenkartell im Schlafraum.

Die Matratzenmärkte werden von großen Kaufverbänden und ungeschriebenem Branchenrecht durchzogen. Im Jahr 2003 startete Adam Szpyt seine unternehmerische Laufbahn mit dem Plan, eine neue Liegefläche zu erstehen. Damals wollte der Berlinerin im Begriff sein Marketingstudium abzuschließen und sich ein wirklich gutes, besonders praktisches und markenbildendes Produkt zulegen. Es kommt nicht auf das Wort an. Das Wort Finanzen sollte keine Bedeutung haben.

Die Firma Szpyt hat Testmagazine wie die Sammlung Wartest gekauft und erfahren, dass der Kauf von Matratzen eine Selbstverständlichkeit ist. Denn selbst teure Matratzen mit Markenprodukten wurden schlecht bewertet. Die Studentin ging durch Matratzen- und Bettgeschäfte, besichtigte Möbelgeschäfte und wurde informiert. Jede Expertin und jeder Experte hat ihm etwas anderes gesagt - eine der Matratzen soll den Rückenschmerz lindern, die andere gegen das Rauschen vorgehen.

Dabei soll der Wert fast jeder einzelnen Katze um 50, 70 oder sogar 80 Prozentpunkte gesenkt worden sein. Von der verwirrenden Selektion und der grellen aggressiven Reklame in der Matratzenhandlung überfordert, kontaktierte Szpyt Außendienstmitarbeiter von Latratzenherstellern, um eine sachlichere Beratung zu erhalten. Deshalb war Szpyt auf der Suche nach einem Online-Händler. Unternehmen wie Szpyt, die die Schwachstellen der etablierten Vertriebskanäle und -strukturen kennen und ihnen mit innovativen, neuen Modellen entgegenwirken, haben seit der Jahrhundertwende viele Industrien durcheinander gebracht.

Zunächst sah es so aus, als würde Bettt1. dé auch auf dem Markt für Matratzen erfolgreich sein. "Bis dahin hatten sowohl die Produzenten als auch die Dealer die Themen Online-Vertrieb und Suchmaschinenoptimierung weitestgehend vernachlässigt. Aus diesem Grund waren wir unter den ersten, die jede Google-Suche nach Matratzen getroffen haben. "Zu Beginn waren die Produzenten sehr erfreut, dass wir ihnen einen neuen Vertriebskanal anbieten und die Konsumenten offenbar auf ein solches Produkt warteten.

Aber Szpyt und sein Stab erkannten rasch, dass die opaken Vertriebs- und Pricingstrukturen in der Industrie und der Mangel an Online-Verkauf kein Zufall waren - sondern das Ergebnis jahrzehntelanger Institutionalisierung der IT. Das Matratzengeschäft in Deutschland erzielt einen Jahresumsatz von über 800 MIO. EUR. Zu den mittelgroßen Matratzenherstellern gehören viele und einige große Unternehmen wie die belgische Gruppe Recticel, die Matratzen unter namhaften Marken wie Schlaraffia herstellt und verkauft.

Traditionsgemäß haben die Hersteller viele Vertriebskanäle offen: Baumärkte und Warenhäuser haben neben dem traditionellen Betten- und Möbeleinzelhandel und großen Einrichtungshäusern und Discountern mit großen Ladenflächen auch Matratzen in ihrem Sortiment. Das Besondere an der Branche: "Um mit den Produzenten über verbesserte Bedingungen zu verhandeln, haben sich die Betten- und Bettenhändler kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges zu Einkaufsgemeinschaften zusammengeschlossen", erläutert Ulrich Leifeld, Hauptgeschäftsführer des Matratzenindustrieverbandes.

Das war nur für die Produzenten richtig, denn sie mussten nur den Verein liefern, der diese Erzeugnisse dann an seine Mitgliedsfirmen weiterleitet und keine eigenen kleinen logistischen Strukturen aufbauen musste. Ein enormes Plus bei der Verteilung von großen und schwergewichtigen Matratzen. Darüber hinaus bündeln in den Verbänden die Händlerinformationen über Verbraucherwünsche und -bedarfstrends und geben diese an die Produzenten weiter.

"Wenn einer der großen Vereine Einzelhersteller aufführt, weil er Bedingungen oder Erzeugnisse nicht mag, führt dies zu massiven Umsatzverlusten für die Erzeuger. Oder wie Verbandsleiter Leifeld es ausdrückt: "Die Wirtschaft ist auf ihre Hauptaufgabe konzentriert: die Entwicklung und Herstellung guter Matratzen. "All diese nicht geschriebenen Rechte waren Adam Szpyt unbekannt, als er sich an die Arbeit mit Bet1. de machte.

Seit den 90er Jahren haben sich neben den Klassikern der Möbelhäuser und Bettenhändler auch Take-away-Möbelhäuser wie Ikea und Discounter wie Matratzen Concord oder Matratzen Direct einen festen Platz in der Möbelbranche erarbeitet. "Am Anfang war uns nicht bekannt, dass solche Discounter auch nach den gängigen Branchenregeln spielen", sagt Szpyt. Bei den meisten Produkten handelt es sich um billige Versionen von Markenzeichen.

"Lieferanten wie Ikea können nur nach ihren eigenen Spielregeln agieren, weil sie nur ihre eigenen Marken verkaufen. Andererseits mussten Szpyt und sein Kollektiv Matratzen von den namhaften Produzenten kaufen. Die Produzenten liefern zu spat oder gar nicht oder bringen beschÃ?digte und beschmutzte Waren mit. "Er wurde mehrfach gedroht, so Szpyt.

Darauf folgt ein Katz- und Mausspiel mit den Produzenten. Szpyt orderte Matratzen unter geänderten Bezeichnungen neuer Tochtergesellschaften, aber sobald die Produzenten feststellten, dass sein Start-up dahinter stand, wurden die Auslieferungen gestoppt. Zugleich kamen Warnungen: Bet1. de bot Matratzen an, die das Untenehmen überhaupt nicht anbieten konnte, und das sei ein Verstoss gegen das Wettbewerbsgesetz, heißt es.

Daraufhin beanstandete Szpyt das Bundeskartellamt über die Geschäftspraktiken von Produzenten und Handel. Ihre Entscheide belegen, dass die Vorwürfe von Szpyt viel zu bieten haben: Sie verhängten Bußgelder in Millionenhöhe gegen verschiedene Latratzenhersteller wie Tempur und Schlaraffia wegen der Anerkennung der Preisabsprache zwischen Firmen und Händler. Die kartellrechtliche Untersagung einer solchen vertikalen Preisfestsetzung ist untersagt - die Produzenten dürfen den Handelspartnern zwar preisliche Empfehlungen geben, diese müssen aber nicht bindend sein.

Die Klägerin macht auch geltend, dass es den Kaufleuten untersagt wurde, den Handelsnamen für Online-Werbung über die Google-Suche zu nutzen. In der Rechtssache Schlaraffia begründet das Bundeskartellamt seine Entscheidung ähnlich: "Als Antwort auf die steigenden Verkäufe im Netz wurde ausgesuchten Online-Händlern das Recht eingeräumt, als so genannte "autorisierte Schlaraffia-Online-Händler" mit dem Recticel-Logo und den dazugehörigen Angaben weiter im Netz zu inserieren, sofern sie die festgelegten Mindestabgabepreise für die strategi -schen Produktsparten nicht unter-unterschreiten", wie die Gründe darlegen.

Einige Händler wurden auch mit Verzögerungen bei der Lieferung oder gerichtlichen Maßnahmen bedroht, wenn sie ihre Offerten nicht an die von Reticel für die Waren festgelegten Mindestabgabepreise angepasst haben. "In der Zwischenzeit hat Szpyt aufgehört, sich in direktem Kontakt mit Produzenten und Verkäufern zu bewegen. Nur noch von Markenartiklern wie Schlaraffia vertreibt er seine letzen Bestände und läßt nun die Matratzen für den Online-Shop selbst anfertigen.

Die " Bodyguard-Katratze " für 200 EUR wurde von der Foundation Warnentest als " die beste je getestete Kissenmatratze " ausgezeichnet. Am Anfang bezeichnete er das Model als "Anti-Kartell-Matratze", aber der Produzent Schlaraffia beschwerte sich mit Erfolg über das Vorbild. Das Geschäftsgebaren im Matratzenverkauf wird sich nicht so rasch verändern, und die vom Kartellamt verhängten Geldbußen werden nicht viel bringen", sagt er mit Nachdruck.

Die Inhaberin der gleichnamigen Managementberatung in Neuss ist auf den Büromöbelmarkt fokussiert und weiß: Die von starken EinkäuferverbÃ??nden dominierten Vermarktungsstrukturen existieren nicht nur im Matratzenverkauf. "Die Vermarktung über eine offensive Preisgestaltung mit extrem rabattierten Aktionen hat dazu beigetragen, dass auch heute noch nicht mehr als qualitativ hochwertiges Produkt betrachtet wird", versuchten die Einzelhändler, über Einkaufsgemeinschaften die höchstmöglichen Gewinnspannen für ihre Kunden zu erzielen.

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