Synthetischer Latex

Künstlicher Latex

Der synthetische Latex wird petrochemisch, d.h. aus Rohöl, hergestellt. Magst du lieber Natur- oder Kunstlatex? Künstlicher Latex wird aus Erdöl hergestellt.

Die Latexkleider und Catsuits sind aus Naturlatex gefertigt. Künstlicher Gummi wird für Autoreifen und Handschuhe verwendet.

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Synthetischer Kautschuk (indian. cao'tree' und Ocho'tear') ist der Name für flexible Kunststoffe, aus denen Kautschuk besteht und die auf der Grundlage von petrochemischen Rohstoffen gefertigt werden. Der wichtigste synthetische Kautschuk ist das Material styrol-butadien. Es gibt neben synthetischem Kautschuk Naturkautschuke, vor allem auf der Grundlage des Milchsaftes (Latex) des Kautschukbaums (Hevea brasiliensis).

1879 machte er es möglich, dass Gustave Berouchardat zum ersten Mal in einem mehrmonatigen Prozess Synthesekautschuk herstellen konnte, indem er das aus Gummi extrahierte Iso-Pren zusammen mit Chlorwasserstoffsäure erwärmte und eine gummiähnliche Masse gewann. Ivan Kondakov produzierte um 1900 den ersten vollständig synthetisierten Gummi aus 2,3-Dimethylbutadien. 1 Die erste Patentschrift für die Produktion von Synthesekautschuk wurde 1909 an Fritz Hofmann erteilte.

Zwischen 1915 und 1918 produzierte Bayer in Leverkusen 2.500 Jahrestonnen dieses synthetischen Kautschuks. Während des Ersten Weltkriegs stellte Fritz Hofmann aus Dimethylbutadien den sogenannten Methylkautschuk, einen Kautschukersatz, her. Als erster ökonomisch nutzbarer synthetischer Gummi galt Styrol-Butadien-Kautschuk (SBR), ein 1929 von Walter Bock (mit Eduard Tschunkur) entwickelter Emulsionspolymer aus 1,3-Butadien und Strang.

Schon während des Zweiten Weltkrieges wurde Gummi knapper, dieses Mal nicht nur für die Mächte der Europäischen Achse, sondern auch für die Verbündeten, da Japan die japanischen Pflanzungen unterworfen hatte. Die I. G. setzt in Deutschland seit 1935 in den Werken in Buna Styrol-Butadien-Kautschuk unter dem Markennamen Buna um. Im Laufe der Jahre wurden immer mehr Synthesekautschuke für besondere Anforderungen auf den Markt gebracht.

Kautschuk wird heute überwiegend künstlich durch Polymeren erzeugt. Derzeit macht Synthesekautschuk etwa 60 Prozent des gesamten Kautschukbedarfs aus. Laut dem International Institute for Synthetic Rubber Producers (IISRP) betrug der Absatz 1998 10,4 Mio. t, von denen 70 % für die Automobilbranche bestimmt waren. Das sind die meistverkauften Synthetis::

In den Bereichen Styrol-Butadien-Kautschuk (SBR), Polybutadien-Kautschuk nach BR, Natriummaterial (NBR), Chloropren-Kautschuk (CR) und Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM). Synthesekautschuk kann als einziges Polymere oder in Gemischen mit Naturkautschuk eingesetzt werden. Bei der Herstellung von PKW-Reifen werden zwischen 65 und 70 Prozent des Gesamtkautschuks eingesetzt. Schaumgummi wird für Federkern- und Schwammmatratzen eingesetzt. Eine weitere wichtige Anwendung sind Dichtprofile aus Gummi.

Wegen der guten Bewitterungseigenschaften wird EPDM vor allem für diesen Zweck eingesetzt. Das Dichtungssystem wird durch Strangpressen gefertigt und wird häufig in verbundenen Veredelungsprozessen geflockt, laminiert und/oder beschichtet. Dr. E. Konrad: Über die Entstehung von Synthesekautschuk in Deutschland. Synthetische Kautschuke. In Elsevier, 2012, ISBN 978-0-444-60118-6, S. 65 (begrenzte Voransicht in der Google Buchsuche). Jochen Streb: Die Geschichte der Synthesekautschuk-Industrie in Deutschland und den USA vor und während des Zweiten Weltkrieges (Erinnerung vom 11. Februar 2012 im Internetarchiv) (DOC-Datei; 162 kB).

Die Vulkan-Verlag Gesellschaft mbH, 2003, ISBN 3-8027-3301-0, S. 15 Limitierte Voransicht in der Google Buchsuche. ? Werner Baumann, Monika Ismeier: Rubber and Rubber. Jahrgang 1, Springer, 1998, ISBN 978-3-642-63788-9, S. 58-61, begrenzte Voransicht in der Google Buchsuche.

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