Naturlatex Allergie

Natürliche Latexallergie

Aber sie können Allergien auslösen. Dies ist eine allergische Reaktion entweder auf bestimmte Zusatzstoffe in Latexmaterialien oder auf Proteine in Naturlatex. Nur sehr wenige Menschen wissen, dass nur der Naturlatex der Auslöser einer Allergie ist. Der Naturlatex ist die milchige Flüssigkeit des Paragummibaums und wird durch Schneiden des Baumes gewonnen. Prinzipiell sollte jeder Allergiker die bekannten Auslöser seiner Allergie vermeiden.

Natürlicher Latex als Allergene

Ausgangsstoff für Naturkautschuk ist Naturlatex, der aus dem Milchsaft des Kautschukbaumes (Latin Rubber Tree Braasiliensis, Hev b) hergestellt wird. Der Naturlatex beinhaltet eine Vielzahl von Proteinen, die als Allergieauslöser fungieren können. Allerdings ist nicht jede Inkompatibilität von Kautschukmaterialien auf eine Allergie gegen Latexprodukte zurÃ? Beim Verarbeiten von Naturlatex werden ihm diverse Additive zugegeben, die unter anderem dazu beitragen, die Flexibilität, Langlebigkeit und Widerstandsfähigkeit des Kautschukmaterials zu steigern.

Bis auf den Kautschuk selbst müssen alle diese Substanzen grundsätzlich als möglicher Auslöseimpuls für eine allfällige, aber auch für eine nicht allergene Wirkung betrachtet werden. Die Naturlatexallergien nahmen in den 80er Jahren deutlich zu, vor allem bei den Ärzten. Hauptursache war der verstärkte Einsatz von gepulverten Latexhandschuhen, die vor allem zum Schutze vor der Ansteckung mit viralen Infektionen wie dem HI-Virus (Erreger von AIDS) verwendet wurden.

Doch seit Ende der 90er Jahre hat Naturlatex als Allergieerreger an Gewicht eingebüßt. Dies ist auf das gestiegene Bewußtsein für Latexallergien, neue Einblicke in die Entstehung von Allergenen und Sensibilisierungsmechanismen sowie Präventionsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Verwendung von puderfreien Handschuhen zurückzuführen.

Proteinsubstanzen aus Latexprodukten lösten Allergie aus

Der Naturlatex wird im Prinzip aus dem Milchsaft des Kautschukbaumes Heyvea Brasiliensis extrahiert. Das Ergebnis ist Naturgummi, ein Festkörper mit elastischer Eigenschaft. Kautschuk wird aus Naturgummi durch den Industrieprozess der Vulkanisation erzeugt. Als fertiges Produkt wird der Werkstoff Latexprodukt oder Naturlatex bezeichnet. Latexmilch beinhaltet neben Isoprenverbindungen auch eine geringe Anzahl von wasserlöslichen Proteinen.

Bei Kontakt der körpereigenen Abwehr (Immunsystem) mit Latexproteinen kann es zu bestimmten Proteinmolekülen (Antikörpern) vom Typs IgE kommen, die gezielt gegen Komponenten der Latexproteine gerichtet sind. Dies ist besonders bei Menschen mit einer gentechnischen Prädisposition für IgE-vermittelte Allergie und Neurodermitis üblich. Der latexspezifische Antikörper IgE bindet an gewisse entzündliche Zellen, so genannte Muttern.

Beim erneuten Umgang mit Naturlatex erkennt der mastzellengebundene Antikoerper die Latexproteine. Bereits wenige Augenblicke nach dem Eingriff löst der Botenstoff Allergiesymptome aus (siehe Abschnitt Symptome). Die Ärztin oder der Ärzt sprechen dann von einer durch IgE verursachten Allergie oder einer Allergie vom unmittelbaren Typ. Vor allem bei Menschen, die intensiv mit Latexgegenständen wie Einweghandschuhen in Berührung kommen, tritt eine Latexproblematik auf.

Neben dem Krankenhauspersonal kommen die Patientinnen und Patientinnen aber auch mit OP-Handschuhen in Kontakt. Das Risiko einer Allergientwicklung nimmt weiter zu, wenn das Abwehrsystem nicht nur über die Hautstelle, sondern auch über die Schleimhaut der Atmungsorgane mit dem Auslöseimpuls in Kontakt kommt. Das ist zum Beispiel der Falle, wenn kleine Abriebpartikel durch die Atemluft geschleudert werden, wenn Latexhandschuhe an- oder ausgezogen werden.

Weil die allergene Konzentration in der Atemluft bei der Anwendung von Latexhandschuhen in Pulverform besonders hoch ist, wurden sie nun verbannt. Wie wir z.B. im täglichen Leben mit Naturlatex in Berührung kommen können, erfährst du im Abschnitt Symptome.

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