Matratzenkartell 2015

Das Matratzenkartell 2015

kostspielige Matratzen sind nicht unbedingt besser als billige (Stiftung Warentest 10/2015). Wettkampfbeobachter erschrecken das Matratzenkartell. 9 Uhr; Land und Produktionsjahr: Deutschland 2015. Sie treffen sich in Hotelzimmern, auf Flughäfen oder in der Sauna, alles streng geheim.

Tester 15/16: Die 10 besten Matratzen im Produkttest. Im Jahr 2011 meldete er das Matratzenkartell.

Weitere Geldbuße für die vertikale Preisfestsetzung im Matratzenkoffer erhoben

Metzeler Manager hatten von Beginn des Jahres 2007 bis Ende 2011 immer wieder mit ihren Vertragshändlern vereinbart, dass gewisse Grundmatratzen prinzipiell zu den Herstellerverkaufspreisen sowohl im Schreibwaren- als auch im Online-Shop verkauft werden. Bei der verbindlichen Festlegung eines Verkaufspreises zwischen dem Verkäufer und dem Verkäufer handelt es sich dagegen um eine unzulässige und wettbewerbswidrige Abmachung.

"Die Preisabsprachen betrafen vor allem bevorstehende Werbeaktionen der Dealer. Die Handelsvertreter von MEZELER haben im Hinblick auf solche Massnahmen die Vertragshändler und Handelsvertreter von Einkaufsgenossenschaften immer wieder schriftlich oder mündlich darüber informiert, dass es sich bei den Verkaufspreisen von MEZELER um feste Preise ohne Rabattmöglichkeit handelt oder dass die betreffenden Waren als preisbereinigte Produkte" zu behandeln sind.

Damit hat Metzeler Erfolg gehabt, die davon abgeleiteten Fachhändler davon zu überzeugen, die Verkaufspreise künftig wieder "richtig" zu inserieren. Die Untersuchung ergab keine Hinweise auf wettbewerbsschädliche Vereinbarungen zwischen den Matratzenherstellern. Gegen zwei weitere Produzenten wird zurzeit das Vorgehen fortgesetzt.

"Schlaraffia ": Wettbewerbsbetreuer vertreiben das Matratzenkartell

Untersucht wird ein Kartelle von Matratzenherstellern, die seit Jahren ihren Händlern ein Druckmittel geben, um die hohen Verkaufspreise zu erhalten. Nun muss der Marktleader eine Geldstrafe bezahlen. Gegen mehrere dt. Matratzenhersteller wird wegen rechtswidriger Verhaltensweisen ermittelt. Im Preiskrieg zwischen neuen Internet-Providern und klassischem Fachhandel sollen Unternehmen seit Jahren auf den Online-Händlern lasten, damit sie die empfohlenen Preiskalkulationen nicht unterschreiten.

Das seit 2011 laufende Ermittlungsverfahren gegen Reticel wurde nun gegen die Bezahlung der Geldbußen eingestellt. Aufgrund der Tatsache, dass es sich um ein Verfahren gegen Reticel handelt, wurde es in der Zwischenzeit ausgesetzt. Marktleader Rebecticel, Produzent der Matratzenmarke "Schlaraffia", kam mit einer Geldstrafe im einstelligen Millionenbereich davon. Um ihre Gewinnspannen hoch zu halten, hätten einige Erzeuger den widerspenstigen Händlern in diesen Jahren mit Lieferunterbrechungen gedroht, wenn diese Anforderungen an die Preissteigerungen nicht erfüllt würden.

Recticel, eine börsennotierte Schaumstoffgruppe mit Hauptsitz in Belgien, befindet sich in diesem Jahr zum zweiten Mal in einem Streit mit den Wettbewerbsbehörden. Von der EU-Kommission erhielt das in Brüssel ansässige Untenehmen im Jänner eine Geldstrafe von 27 Mio. EUR wegen illegaler Preisfestsetzung für Polyurethan, einen Polyurethanschaum, der als Rohstoff z.B. für Autositze in der Automobilindustrie oder für Latexmatratzen verwendet wird.

Das Bußgeld war der ausschlaggebende Grund, warum der Verbund im vergangenen Jahr mit 36 Mio. EUR in die Verlustzone gerutscht ist. Auf jeden Fall war 2013 "ein anspruchsvolles und entscheidungsfreudiges Jahr für das Unternehmen", wie CEO Etienne Davignon im letzten Jahresbericht hervorheben musste. Die Firma liefert Autositze unter anderem an Mercedes, BMW und VW.

Müdigkeit der Verbraucher betrifft auch die Kategorie "Schlafkomfort" - die Matratze. Darüber hinaus vertreibt das Traditionsunternehmen auch Schäume und Dämmstoffe. Die Recticel AG beschaeftigt fast 8000 Mitarbeitende an rund 100 Orten, einschliesslich Bochum, wo die "Schlaraffia"-Produkte aus der Produktion kommen.

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