Heinrich Staudinger

Henri Staudinger

Mit der Finanzmarktaufsicht hat der österreichische Schuhhersteller Heinrich Staudinger Probleme. Die Waldviertler Schuhfabrik des "Unternehmer-Rebellen" Heinrich Staudinger lagert einen Teil ihrer Produktion an Stein aus. Heini" Staudinger ist im oberösterreichischen Schwanenstadt in einem katholischen Elternhaus aufgewachsen. Henry Staudinger, Selbst: Das Leben ist keine Generalprobe. Mit der Greißlerei (Eckladen) seiner Eltern war seine "Wirtschaftsuniversität" gemeint, sagt Heinrich Staudinger.

Der wütende Schurke

In Österreich hat der Schuhhersteller Heinrich Staudinger Probleme mit der Financial Market Authority. Sie wollen ihm untersagen, von Bürgerinnen und Bürger Gelder für sein Geschäft zu borgen. - In der Geschichte von Heinrich Staudinger, den die ganze Weltöffentlichkeit nur Heini nennen, wird dem Privatbesitz demonstriert wenig Bedeutung beigemessen. Das Büro seines Chefs mit vielen Buechern, einer Kochnische und allem, was dazu gehoert, macht nicht nur einen heimeligen Eindruck und Staudinger lebt tatsaechlich in seiner Kompanie.

Sie trägt den Namen Gea (für Healthy Alternatives and Mother Earth in der grichischen Mythologie) und stellt in Schroms im Österreichischen Wildviertel Schuhmöbel und Schuhmöbel her, die auch in eigenen Läden in Deutschland und der Schweiz verkauft werden. Staudinger bekommt kein Geld. "â??Es gibt wochenlang, in denen ich nur 20 EUR braucheâ??, sagt die 60-JÃ?hrige.

"Mit zu Hause meinte er die Gesellschaft. Doch Staudinger ist nicht nur ein ganz gewöhnlicher Boss, sondern ein unternehmerischer Geist mit Sinn für Mission. Ein Mensch, der die Umwelt ändern will und gerne Seneca zitiert: "Es gibt nie zu wenig, das reicht. Da Staudinger mit einer Hausbank unangenehme Erlebnisse hatte ( "mehr dazu später"), suchte er nach einer neuen Finanzierungsmöglichkeit.

Staudinger's Model hat sich über Jahre hinweg gut bewährt. Der Strumpfhersteller Ergee, der sich direkt neben seinem Unternehmen befindet, kauft ein Lagerhaus aus der Insolvenzmasse. Staudingers Kundenmagazin "Brennstoff" war eine der Möglichkeiten, wie er Investoren suchte. Staudinger übersetzte in einer der ersten Auflagen das Beatles-Lied "Let it be" ins Österreichische: "Scheiß di ned an!

Er holte sich rasch das Geld für den Kauf und die Renovierung der neuen Messehalle zusammen - die Gesamtkapitaleinlagen seiner Spender betragen rund drei Mio. EUR, die mit einem Zinssatz von vier Prozentpunkten ausgestattet sind. Staudinger wird vorgeworfen, illegale Geschäfte mit Banken gemacht zu haben. Ihm wurde eine Geldstrafe von 2000 EUR auferlegt. Und das ohne Rechtsanwalt, wie er unterstreicht, denn: "Unsere Schuhmacher sind für zehn EUR pro Std. tätig, und es kommt nicht in Frage, dass wir die Anwälte mit ihrem Einsatz versorgen!

Der Staudinger kann sehr wütend werden. Staudinger ging eine lebhafte Angriffe ein. Die meisten haben sich gefragt, warum nach der großen Bankkrise - durch die beispielsweise die skandalöse kärntnerische Unterhypo Alpe Adria mit Steuereinnahmen in Milliardenhöhe befreit wurde - die Finanzaufsichtsbehörde gegen einen soliden unternehmerischen Eigentümer vorgehen will, der Mittel zur Förderung seines Unternehmens aufbringt.

"Es ist auf den ersten Blick völlig unbegreiflich, warum man sich kein Kapital von Freundinnen und Kollegen leihen sollte", sagt Elisabeth Zehetner von der Österreichischen Handelskammer, zu der alle Wirtschaftsunternehmen des Bundes gehören. Zugleich ist es erfreulich, "dass Heini Staudinger das Sujet vorangetrieben hat". Bisher müssen sowohl heimische als auch dt. Konzerne, die sich mehr als 100.000 EUR von Privatpersonen leihen, um z.B. eine neue Anlage zu kaufen, einen Eigenkapitalprospekt ausarbeiten.

Der Plenarsaal schlug vor, die Obergrenze auf fünf Mio. EUR anzuheben, ähnlich wie in Dänemark, Finnland und Italien. Das Erreichte konnte Staudinger befriedigen, und es gab auch die Möglichkeit, seinen privaten Anwaltsstreit mit der FMA auf elegante Weise beizutreten. Der gebürtige Oberösterreicher ist mit vier Kindern im oberösterreichischen Schwännenstadt aufgewachsen.

"â??Ich hatte Probleme, meine Kundschaft zu beliefernâ??, sagt Staudinger. "Es war ein großer Glücksfall, dass die Gesellschaft die ersten sieben Jahre überlebte." Im Jahr 1991 hat Staudinger die halbe Belegschaft übernommen und drei Jahre später, widerwillig, sagt er, die Geschäftsführer. Die neue Chefin holte verschiedene Fäden, entliess unsichere Mitarbeiter und heuerte neue an - was zu einem Streit mit Evervoll kam, der Staudinger einst als "harten Geschäftsmann" gegenüber der "Zeit" bezeichnete.

"Inzwischen", sagt Staudinger, "verstehen wir uns wieder gut. "Er hat das Unternehmen - heute 132 Mitarbeiter und einen Umsatz von rund 11,5 Mio. EUR - vorangetrieben, die Waldviertler zu einer über die Kern-Zielgruppe der gesünderen Öko-Menschen hinaus beliebten Markenartikel gemacht und das Angebot um Mobiliar erweitert.

1999 erwirtschaftete das Unternehmen einen Jahresüberschuss von rund 36000000 EUR. Das hat den Chef der Hausbank von Staudinger aber offensichtlich nicht beeindruckt: Er hat die Kreditlinie für die Gea ohne weiteres auf rund 500.000 EUR halbiert. Staudinger hielt es nicht für witzig. Darüber hinaus zieht er daraus die persönlichen Konsequenzen: "Diese Wut war ein Grund, über das Thema Kapital nachzudenken. Diese Wut war ein Grund, über das Thema Kapital zu nachdenken.

"Es hat ein Jahr gedauert vom Denken bis zur Folge, dann hat er die Aufträge gekündigt und das ganze Budget - rund 100.000 EUR - in das Unternehmen gesteckt. Im Jahr 2003 war es verschuldungsfrei, drei Jahre später hat Staudinger die übrigen Aktien übernommen. Letztendlich war der Wegfall von persönlichem Eigentum für ihn nicht schwierig, aber der Mangel an Eigenkapital für das weitere Unternehmenswachstum machte ihm Sorgen.

Staudinger erinnerte sich, dass sein Buchhalter nicht daran glaubte, dass dies die neue Finanzierungsform sei und die Beträge nicht richtig in die Bücher eingetragen habe, sondern sie auf Zetteln registrierte. Doch der steigende Kapitalzufluss hatte sie besser geschult - bis 2008 waren es eine Millionen EUR.

Wenn kleine und mittelständische Unternehmen in Krisensituationen bestehen wollen, sind sie meist auf die Hilfe von Freundinnen und Kollegen, Angehörigen und Bekanntenkreis bedacht, weil sie kein Kapital von den Kreditinstituten erhalten. "Staudinger weiss natürlich, dass die Legitimation dieser Praktik auch Schwindler auf den Prüfstand bringen würde.

"An Anlageideen fehlt es Staudinger nicht. So hat er kürzlich das leere "Hotel Post" eingenommen, das er für 1,5 Mio. EUR in einen Treffpunkt (ohne Konsumzwang) verwandeln will. Der langjährige sozialdemokratische und Oberbürgermeister der Stadt, Reinhard Österreicher, ist voller Lob für den unternehmerischen Unternehmer: "Wir brauchen mehr Menschen wie Heini Staudinger hier im WallViertel.

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