Das Färben von Wolle und Seide
mit Färberwau Reseda

Von der lieben Claudia, der Flinken www.flinkhand.de habe ich ein Kilo geschnittenes Redesa bekommen. Reseda oder auch Färberwau war als Färbepflanze sehr beliebt. Angeblich bekam man damit eine der haltbarsten Gelbfärbungen.

Ich habe ca. 500 Gramm davon genommen und in eine Baumwolltasche gefüllt.

Das Reseda habe ich dann aufgekocht und über Nacht einweichen lassen.


Am nächsten Morgen habe ich den Sud wieder zum Kochen gebracht. Das Wasser war schon sehr schön gelblich verfärbt.

Die vorgebeizte Wolle (Alaun und Weinstein) habe ich dann gut eine Stunde mitköcheln lassen.

Es wurde kein so kräftiges Gelb, wie ich es mir erhofft habe. Aber ich denke, ich habe einfach viel zu wenig Färberwau genommen. Bei 400 g Wolle nur 500 g Wau. Das war zu wenig. Definitiv.

Aber das helle Gelb ist trotzdem schön geworden. Zwei der Wollstränge soll so bleiben. Ich habe sie zum Trocknen aufgehängt und erst ein paar Tage später dann ausgewaschen.

 

Die anderen zwei Wollstränge habe ich dann nachentwickelt. Und zwar mit Eisensulfit, das mir Ruth geschickt hatte. Nochmal vielen Dank dafür.

Ich habe also Eisensulfit in den Färbersud aufgelöst. Nicht sehr viel. Gewogen habe ich es nicht... waren vielleicht so drei Teelöffel.

Und die übrigen drei Wollstränge habe ich dann noch etwa 20 Minuten darin geköchelt. Heraus kam dann ein helleres Gelbgrün.

An der Luft beim Trocknen hat sich das hellere Gelbgrün dann in ein wunderschönes dunkles Olivgrün verwandelt.

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