Das Färben von Wolle
mit Heidekraut

Heidekraut oder auch Erika genannt ist mein nächster Färbeversucht. Leider wird das wie fast alle Färberpflanzen ein Gelb ergeben. Aber auch hier habe ich gelernt, daß es echt schöne unterschiedliche Gelbtöne gibt.

Zunächst habe ich 500g Heidekraut ca. 2 Stunden gekocht. Dazu habe ich einen hohen Spaghettitopf genommen, den ich zum Kochen eh nie benutze. War aber echt schwierig. Denn das Heidekraut kochte immer hoch und wurde an der Oberfläche klumpig-dick-breiig. Wie ein Vulkan hat das geblubbert. Ein größerer weiter Topf wäre sicherlich sinnvoller gewesen.

Am nächsten Tag habe ich in den großen Topf mit Windel als Färbebeutel "ausgelegt" und rings herum mit Klammern fixiert. Dann kam der gekochte Heidekraut-Brei hinein. Das Ganze habe ich dann mit heißem Wasser aufgefüllt und noch einmal eine Stunde kochen lassen.

Dann wurde die Windel an den Ecken gut zusammengeknotet, daß ein Beutel entstand und das Kraut nicht ins Färbewasser gelangen konnte. Den Knoten habe ich dann seitlich am Topfhenkel angebunden.

Zuerst habe ich 200 g Wolle (auf 500 g Heidekraut) eine halbe Stunde geköchelt. Dann habe ich noch zwei Wollstränge dazu getan.

Die Stoffwindel fing an, an der Seite des Topfes wie wild zu tropfen. Klar, die hat viel Wasser gezogen. Deshalb habe ich eine Plastikschale zum Auffangen darunter gestellt. Ging ganz gut so.
Nach dem Abkühlen wird die Wolle gut ausgewaschen.
Nach einer Stunde kochen ist die Wolle schön goldgelb geworden.
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