Das Färben von Wolle mit
Eibischwurzeln und Eibischblättern

Eibisch ist seit der Antike bekannt als Heilpflanze. Aber färbt dieses Malvengewächs auch? Das ist doch einen Versuch wert...

Ich habe mit den Eibischwurzeln angefangen. Erst mal die Wurzelstücke einweichen heißem Wasser.

Dann habe ich die eingeweichten Wurzeln erst mal eine Stunde kräftig aufgekocht.

Die mit Alaun vorgebeizte Wolle (200 g) habe ich dann direkt zu den Wurzeln (500 g) ins heiße Wasser gegeben und das Ganze dann wieder eine Stunde geköchelt.

Das Ergebnis ist nicht gerade berauschend. Die Wolle sieht so gut wie ungefärbt aus.

Allerdings erkennt man eine ganz leichte Verfärbung ins Beige, wenn man einen ungefärbten Wollstrang daneben hält.

Nein, also Eibischwurzeln haben mich nicht sehr überzeugt. Die sind wohl besser als Arznei zu verwenden als zum Färben...

Weiter geht es mit getrockneten Eibisch-Blättern...

jetzt bin ich natürlich sehr gespannt, ob diese Färbung etwas wird.

 

Damit die Blätterteile später nicht in den Wollsträngen hängen, habe ich sie in eine Baby-Stoff-Windel getan. Die wurde mit Wäscheklammern am Färbertopf fixiert. So eine Art überdimensionaler Teebeutel :-)

Nachdem die Blätter eine Stunde geköchelt haben, binde ich den Färbebeutel zu und gebe die Wollstränge dazu.
Zwei Stück á 100 g auf 500 g getrocknete Eibischblätter.

Das Ganze wird dann wieder eine Stunde geköchelt...

Danach habe ich einen der beiden Wollstränge herausgenommen und den Zweiten mit zwei Teelöffel Eisenvitriol nachentwickelt. Ich glaube, ein Teelöffel hätte auch gut gereicht. Ich nehme immer zuviel von dem Zeug.

Auf jeden Fall wurde daraus ein echt schönes Grün.

Hier die beiden Färbungen mit den Eibischblättern.

Einmal ein fahles Gelb-Beige und dann die Nachentwicklung mit Eisenvitriol zu Grün.

Das kann sich schon eher sehen lassen.

 

 

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