Das Färben von Wolle
mit Brennessel

Brennessel wuchert ja an Böschungen überall. Bei unserer Birkenblättersammlung war ein großes Brennesselfeld gleich neben dem Birkenhain. Und Erntehelfer Björn und Versix haben mir todesmutig und wider jeder Nesselverbrennung tapfer eine ganze Tüte voll Brennesselblätter gezupft.

Die Wolle habe ich mit Alaun und Weinstein wie immer vorgebeizt und in der Beize abkühlen lassen.

Die Brennessel-Blätter wurden in heißem Wasser eingeweicht.

Ich bin gespannt, wie die Färbung wird und ob es überhaupt gut wird. Vermutlich kommt ein Gelb, wie bei fast allen Pflanzen heraus.

Oh Graus! Also ich habe die Brennesseln ja eingeweicht in Wasser und bin leider am nächsten Tag nicht zum Färben gekommen. Am 3. Tag wollte ich das dann tun. Igitt! Die eingeweichten Brennesseln stanken wie Jauche. Soll ja ein guter Dünger sein. Aber neeeeee... damit würde ich meine Zimmerpflanzen nicht mal gießen. Todesmutig habe ich dann doch den Sud genommen und erwärmt und einen Strang vorgebeizte Wolle dazu getan. Aber es ging einfach nicht. Nach kurzer Zeit stank die ganze Wohnung nach dieser ekelhaften Jauchebrühe. Ich habe den Färbeversuch abgeborchen.

Nun ja, die Wolle war nur etwa 15 Minuten im Stinkesud und hat sich doch schon leicht gelblich verfärbt.

Was habe ich gelernt fürs Leben? Die Brennesseln nie zu lange vorher einweichen. Vielleicht gar nicht großartig. Gleich frisch auskochen geht bestimmt auch. Und ich weiß jetzt, wie man guten Dünger für den Garten herstellt :-)

Jetzt muss ich erst mal mit Räucherstäbchen, Duftsprays und viel Lüften den Gestank aus der Wohnung bekommen, bevor mein Göttergatte von der Arbeit nach Hause kommt.

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